Was tun mit dem Zensus 2011? – 2. Update

Vortrag von Werner Hülsmann (AK Zensus, FIfF e.V.), Konstanz und Diskussion

1. Update:

Die Vortragsfolien sind nun als PDF-Datei verfügbar: was_tun_mit_dem_zensus_2011-handout.pdf

Auf der Website von Radio Dreyeckland findet sich der Veranstaltungshinweis sowie ein Interview mit mir vom 24. März 2011 zum anhören oder zum Download

2. Update

Auf der Website von Radio Dreyeckland findet sich nun ein Mitschnitt (Länge: 49:24) der Veranstaltung zum anhören oder herunterladen (ca. 46 MB).

Veranstaltungshinweis

  • am: Freitag, 25. März 2011
  • um:  20:00 Uhr
  • im: Strandcafe, Grethergelände Freiburg, Adlerstr. 12 mit Strandbar

Eine Veranstaltung der Öffentlichkeitsarbeit des Grethergeländes

Die Volkszählung heißt diesmal Zensus 2011 und die Erfassung von Einwohnerstatistiken ist diesmal EU-weit. Fast 25 Jahre nach der letzten, von Protesten begleiteten und teilweise boykottierten Volkszählung, wird wieder einmal versucht zu „verlässlichen Bevölkerungszahlen“ zu kommen. Dazu müssen alle Eigentümer von Gebäuden und Wohnräumen im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) detaillierte Angaben zu Eigentumsverhältnissen, Größe und Ausstattung der Wohnungen und zu den Mietern machen. Ebenso werden etwa 10 Prozent aller Bürger nochmals ausführlich persönlich befragt. Widerspruch kann nicht eingelegt und die Auskunft darf nicht verweigert werden. Problematisch dabei sind insbesondere, dass zahlreiche persönliche Daten ohne Einwilligung der Betroffenen zusammengeführt werden und dass die Erhebung nicht vollständig anonymisiert ist, was bedeutet, dass die Erstellung von Personenprofilen möglich wird.
Im Gegensatz zur Kampagne zum Boykott der Volkszählung 1987 ist bisher noch keine große Bewegung gegen den Zensus 2011 entstanden. Vielleicht wird sich da ja noch ändern. Werner Hülsmann vom Arbeitskreis Zensus wird in seinem Vortrag erläutern, warum es gute Gründe dafür gibt den Zensus 2011 kritisch zu sehen. Er wird auch berichten welche Aktivitäten gegen die neue „Volkszählung“ schon angelaufen bzw. geplant sind.

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Über extdsb

Ich bin Diplom Informatiker (mit Schwerpunkt Datenschutzrecht) Datenschutzexperte und anerkannter Datenschutzsachverständiger (rechtlich, technisch). Ich berate Unternehmen und andere Institutionen bei allen Fragen zum Datenschutz und bin in verschiedenen Unternehmen als externer Datenschutzbeauftragter tätig. Ehrenamtlich bin ich u.a. als stellv. Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Datenschutz e.V. und als Beiratsmitglied des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. aktiv.
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5 Antworten zu Was tun mit dem Zensus 2011? – 2. Update

  1. Restmüllfan schreibt:

    Hi Leute. Gerade bekomme ich eine Anruf von der Zensus Behörde..Es sei (ich hatte per Einschreiben Einspruch erhoben ) doch alles in Ordnung. Ich fragte die Schnüffel Mitarbeiterin woher sie denn meine Telefonnumer hätte. Denn die hatte ich ja im Bogen nicht angegeben, und im Telefonbuch steh ich auch nicht. „Das habe ich aus dem „Internet“ war die Antwort. Fazit: Die bewachen Dich mit allen Mitteln. Orwell läßt grüßen – da sind wir schon längst angekommen.

  2. markus schreibt:

    Habe zur Eigenstums frage einfach alles angekreutzt und auf russisch geschrieben, dass ich das alles gar nicht verstehe. Ohne Umschlag ab in den Briefkasten. Bin ja mal gespannt, ob die Post mir den Schwachsinn zurückschickt, wegschmeisst oder zustellt.
    Fragen über Fragen

  3. Markus schreibt:

    Ist schon lustig, dass man das Antwortschreiben auch noch selbst frankieren muss. Irgendein Postgesetz haben die aufgeführt in ihren Musterformularen, der Empfänger bräuchte nichts bezahlen….

  4. Markus schreibt:

    Ich habe vor zwei Jahren eine Wohnung gekauft.
    Daraufhin kam vom “Gutachterausschuss für Grundstückswerte“ein ähnlicher Fragebogen mit dem Hinweis, ich wäre gesetzlich zur Auskunft verpflichtet. Kaufpreis, Zimmeranzahl, Wohnfläche, das wussten die alles schon vom Notar.
    Jetzt ging es um die Dicke der Wände, was für Ziegel verbaut sind und all sowas, da habe ich auf den Bauherren verwiesen den ich nicht kenne, der kann Auskunft geben. Wer das Haus vor zehn Jahren gebaut hat, sollten die bei der Hausverwaltung erfragen.

    Jetzt wollten sie auch noch wissen, was die Wohnung gekostet hat und wie groß sie ist. Wussten die doch schon. Habe ich aufs Fianzamt und die Info vom Notar verwiesen, die haben doch schon alle Daten.
    Kam nie wieder was.

    Und wollen die das alles jetzt noch mal von mir wissen, kann ich nur auf alle Ämter verweisen, die schon alle Daten von mir haben. Sollen die gefälligst untereinander besser zusammenarbeiten. Gelle:)

  5. Waldemar schreibt:

    Was ich mich frage ist:

    Was ist, wenn ich nun darum gebeten werde, diesen Fragebogen auszufüllen, wie komm ich da drum rum? Einerseits wird mir ja gesagt, dass es sonst eine Ordnungswidrigkeit ist, andererseits darf man ja auch einen Quatsch angeben. Kann ich einfach sagen „gemäß meinem Recht auf informelle Selbstbestimmung verweigere ich jegliche Aussagen“?

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